03/01/14

Endlich: Systematische Analyse der Bedeutung unterschiedlicher Fettsäuren für die Langzeitprogose

Prof. Dr. Clemens von Schacky

Zum Thema Fettsäurekonsum wurde vor wenigen Tagen eine umfassende Meta-Analyse mit systematischer Analyse von Daten aus allen relevanten epidemiologischen Studien und Interventionsstudien von einer renommierten Autorengruppe publiziert (Ann Int Med 2014, e-pub Mar 18). Grundlage waren die Daten von über 600.000 Studienteilnehmern. Ergebnisse: Der Verzehr gesättigter Fettsäuren, einfach ungesättigter, oder der „klassischen“ vielfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren wirkte sich nicht auf die Häufigkeit koronarer Endpunkte aus. Der Verzehr von Transfettsäuren war mit einer Erhöhung des Risikos um 16% assoziiert (Relatives Risiko, RR, 1,16; 95% Konfidenzintervall, CI 1,06-1,27), während der Verzehr der marinen (aber nicht der pflanzlichen) Omega-3-Fettsäuren mit einem um 13% niedrigerem Risiko assoziiert war (RR, 0,87; CI 0,87-0,97). Deutlicher waren die Daten, die auf der Messung von Konzentrationen der Fettsäuren beruhten: Marine, nicht pflanzliche, Omega-3-Fettsäuren waren mit 25% weniger koronaren Endpunkten assoziiert (RR 0,75; CI 0,62-0,90). Dies macht deutlich, dass die Bestimmung von Fettsäuren in Blut belastbarere Daten ergibt als die bloße Erhebung von Ernährungsprotokollen. Die Konzentrationen anderer Fettsäuren oder Fettsäuregruppen zeigten keine Assoziation. Die Arbeit relativiert gängige Dogmen, nach denen gesättigte Fettsäuren schlecht, ungesättigte gut und Omega-3-Fettsäuren wirkungslos sein sollen und wird vorhersehbar für intensive Diskussionen sorgen.

18./19. Januar

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