Am 5. Oktober 2025 verstarb mit Prof. Dr. med. Ulrich Julius einer der prägenden Köpfe der deutschen Lipidologie und ein hochgeschätztes Mitglied unserer wissenschaftlichen Gemeinschaft. Prof. Julius widmete sein berufliches Leben mit großer Leidenschaft der Erforschung, Diagnostik und Behandlung von Fettstoffwechselstörungen. Als langjähriger Leiter der Lipoproteinapherese am Universitätsklinikum Dresden verband er klinische Exzellenz mit wissenschaftlicher Neugier und menschlicher Wärme. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Dresdner Zentrum zu einer international anerkannten Einrichtung für die Behandlung komplexer Stoffwechselerkrankungen.
Seine Arbeiten zur Lipoproteinapherese, zu Lipoprotein(a) und zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen waren wegweisend und haben die moderne Lipidtherapie nachhaltig geprägt. Mit der Gründung eines der ersten Apheresezentren in Deutschland unmittelbar nach der Wiedervereinigung leistete er Pionierarbeit, die zahlreichen Patientinnen und Patienten zugutekam.
Neben seiner herausragenden klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit war Prof. Julius ein engagierter Lehrer und Mentor. Viele Ärztinnen und Ärzte profitierten von seinem Wissen, seiner Erfahrung und seiner menschlichen Art. Sein Wirken war stets geprägt von dem Ziel, Forschung und Versorgung im Sinne der Patientinnen und Patienten zu verbinden.
Wir trauern um einen herausragenden Arzt, Forscher und Menschen, der mit Weitsicht, Empathie und Beharrlichkeit die Lipidologie in Deutschland entscheidend mitgestaltet hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Kolleginnen und Kollegen sowie allen, die ihm freundschaftlich und beruflich verbunden waren.
Der Vorstand der D•A•CH-Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen e. V.