Ernst-Peter Schorn

ASS-Gabe in der Primärprävention – die Ergebnisse sind enttäuschend

ASS-Gabe in der Primärprävention – die Ergebnisse sind enttäuschend

Mit der ASCEND- bzw. ARRIVE-Studie wurden auf dem ESC-Kongress in München zwei große randomisierte Studien vorgestellt, die den Nutzen einer Gabe von 100 mg/Tag Acetylsalicylsäure (ASS) in der Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen belegen sollten.

Konsequente Therapie reduziert das Risiko für Patienten mit Typ-2-Diabetes signifikant

Konsequente Therapie reduziert das Risiko für Patienten mit Typ-2-Diabetes signifikant

Typ-2-Diabetiker, die das Rauchen einstellen und die Zielwerte bei Lipiden, Bluthochdruck, Langzeit-Blutzucker bzw. für die Nierenfunktion konsequent durch therapeutische Maßnahmen erreichen, können ihr deutlich erhöhtes Risiko (zwei bis viermal so hoch) für vorzeitigen Tod, Herzinfarkt und Schlaganfall extrem stark senken, im Einzelfall sogar völlig eliminieren.

Multivitamine und Mineralstoffpräparate haben keinen Nutzen für die Senkung des Herz-Kreislauf-Risikos

Multivitamine und Mineralstoffpräparate haben keinen Nutzen für die Senkung des Herz-Kreislauf-Risikos

Die Einnahme von Multivitamin- und Mineralstoffpräparaten ist weltweit populär, der Umsatz dieser Präparate wird auf mehr als 200 Milliarden Euro im Jahr geschätzt.

Intima-Media-Dicke: Patienten mit Diabetes profitieren messbar von einer gesünderen Ernährung

Intima-Media-Dicke: Patienten mit Diabetes profitieren messbar von einer gesünderen Ernährung

Patienten mit sowohl Typ-1- als auch Typ-2-Diabetes scheinen eindeutig von einer gesünderen Ernährungsform nach den Kriterien des Alternative Healthy Eating Index (AHEI-2010) hinsichtlich ihres hohen Arterioskleroserisikos zu profitieren.

Frühstück weglassen? Für die Herzgesundheit womöglich problematisch

Frühstück weglassen? Für die Herzgesundheit womöglich problematisch

Das tschechische Präventionsprojekt „Kardiovision Brno 2030“ hat das ehrgeizige Ziel, das Herz-Kreislauf-Risiko der Brünner Bevölkerung in den nächsten zwölf Jahren entscheidend zu senken. Die Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten ist dabei neben anderen Lebensstilmaßnahmen Hauptbestandteil des Programms.

Empfehlung und Realität bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten – da passt nur wenig zusammen

Empfehlung und Realität bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten – da passt nur wenig zusammen

Eine lipidsenkende Therapie ist nach den Guidelines der führenden europäischen kardiologischen Fachgesellschaften ESC und EAS eine zentrale Maßnahme bei Patienten mit hohem und sehr hohem kardiovaskulärem Risiko. Doch eine aktuelle Studie von W. März (Mannheim) und Kollegen zeigen eindeutig, dass in Deutschland die Umsetzung der Empfehlungen aus dem Jahr 2011 weit verfehlt werden.

Familiäre Hypercholesterinämie in Deutschland: Deutlich häufiger als angenommen!

Familiäre Hypercholesterinämie in Deutschland: Deutlich häufiger als angenommen!

Eine familiäre Hypercholesterinämie (FH) ist mit einem sehr hohen kardiovaskulären Risiko verbunden, das nur durch eine frühe und konsequente lipidsenkende Therapie gesenkt werden kann. Trotz dieser bekannten Problematik ist die Prävalenz dieser autosomal-dominant vererbten Erkrankung relativ unklar, für Deutschland ging man bisher von einer Häufigkeit von etwa 1:500 aus.

Konzentration gesättigter Fettsäuren in Erythrozyten: Nur Palmitinsäure zeigt Hinweis auf erhöhtes Mortalitätsrisiko

Konzentration gesättigter Fettsäuren in Erythrozyten: Nur Palmitinsäure zeigt Hinweis auf erhöhtes Mortalitätsrisiko

Die Reduktion gesättigter Fettsäuren in der Ernährung (weniger als 10% der Gesamtenergieaufnahme) gehört zu den etablierten Empfehlungen der großen kardiologischen Fachgesellschaften (ESC, EAS). Eine jetzt im Journal of Clinical Lipidology erschienene Studie von M. Kleber (Mannheim) und Kollegen zeigt jedoch, dass die pauschale Senkungsempfehlung für die gesamte Gruppe der gesättigten Fettsäuren eventuell nicht gerechtfertigt ist, sondern einer differenzierteren Betrachtung bedarf.

Nach oben