Ernst-Peter Schorn

Nur eine massive Lp(a)-Senkung führt zu einer deutlichen Risikoreduktion

Nur eine massive Lp(a)-Senkung führt zu einer deutlichen Risikoreduktion

Ein erhöhter Lp(a)-Spiegel ist ein genetisch bedingter eigenständiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen. Eine substanzielle Senkung ist bisher in erster Linie nur durch eine Lipid-Apherese möglich. Auf dem EAS-Kongress in Lissabon stellte B. Ference (Bristol) jetzt eine Studie vor, die das besondere Problem einer effektiven Risikoreduktion darlegt bzw. enttäuschende Ergebnisse von Lp(a)-Studien in der Vergangenheit erklärt.

ODYSSEY-DM-Dyslipidämie-Studie: Gute Ergebnisse für Alirocumab hinsichtlich Non-HDLCholesterin-Senkung

ODYSSEY-DM-Dyslipidämie-Studie: Gute Ergebnisse für Alirocumab hinsichtlich Non-HDLCholesterin-Senkung

In der ODYSSEY-DM-Dislipidämie-Studie wird die Wirkung des PCSK9-Hemmers Alirocumab bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und gemischter Dyslipidämie bei hohem kardiovaskulären Risiko und maximal tolerierter Statintherapie im Vergleich zu einer Standardtherapie (Statine und andere Lipidsenkern wie Ezetimib, Fenofibrat oder Nikotinsäure) analysiert.

SGLT2-Hemmer zeigen in Metaanalyse sehr gute Ergebnisse hinsichtlich Mortalitätsraten bei Typ-2 Diabetikern

SGLT2-Hemmer zeigen in Metaanalyse sehr gute Ergebnisse hinsichtlich Mortalitätsraten bei Typ-2 Diabetikern

Eine aktuell in JAMA publizierte Metaanalyse, bei der Daten von 176.310 Patienten mit Typ-2-Diabetes ausgewertet wurden, hat hinsichtlich der Parameter Gesamtmortalität und kardiovaskuläre Sterblichkeit Vorteile von SGLT2-Hemmern gegenüber GLP-1-Rezeptor-Agonisten und DPP-4-Inhibitoren ergeben.

Vergleich quantitativer Bestimmungsmethoden für Lipoprotein (a)

Vergleich quantitativer Bestimmungsmethoden für Lipoprotein (a)

Lipoprotein (Lp) (a) gilt als unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse. In seiner strukturellen Heterogenität und dem Fehlen eines allgemein konsentierten Referenz-Standards und einer empfohlenen Referenzmethode liegt die Ursache für die zum Teil erheblichen Unterschiede zwischen den verfügbaren Bestimmungsmethoden. Um eine Orientierung für die klinische Praxis zu liefern, wurden kommerziell erhältliche Assays zur Bestimmung von Lp(a) verglichen.

Neue Ergebnisse zeigen: Nicht alle Transfettsäuren sind schlecht

Neue Ergebnisse zeigen: Nicht alle Transfettsäuren sind schlecht

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass niedrige Spiegel von Transfettsäuren (TFS) wohl nicht schädlich sind, wie früher gedacht, selbst wenn sie aus der industriellen Lebensmittelproduktion kommen, und sogar günstig sein können, wenn es sich um TFS handelt, die natürlicherweise in Lebensmitteln wie Milchprodukten und Rindfleisch vorkommen. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftlern aus Mannheim und München, die heute im European Heart Journal erscheint.

„Förderpreis Lipidologie“ erstmals vergeben

„Förderpreis Lipidologie“ erstmals vergeben

Im Rahmen ihrer Jahrestagung hat die D•A•CH-Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen e.V. den „Förderpreis Lipidologie“ für zwei herausragende Forschungsprojekte an Dr. Stefan Coassin, Medizinische Universität Innsbruck, und Christian Schlein, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, verliehen. Der erstmals vergebene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Unter dem Handelsnamen Repatha® ist seit dem 15. September 2015 der PCSK9-Inhibitor Evolocumab in Deutschland verfügbar

Unter dem Handelsnamen Repatha® ist seit dem 15. September 2015 der PCSK9-Inhibitor Evolocumab in Deutschland verfügbar

Repatha® ist der weltweit erste in Europa zugelassene PCSK9-Hemmer. Die Behandlung mit PCSK9-Hemmern ist im G-DRG-System noch nicht berücksichtigt. Denn es besteht eine systemische Lücke bis zur Umsetzung einer Innovation im DRG-System von ca. drei Jahren für neue Medikamente. Krankenhäuser können eine Erstattung der Behandlungskosten aber aufgrund des § 6 Abs. 2 KHEntgG (NUB) beantragen.

Projekt Kaskadenscreening auf familiäre Hypercholesterinämie im Raum Mannheim und Erstellung eines Patientenregisters gestartet

Projekt Kaskadenscreening auf familiäre Hypercholesterinämie im Raum Mannheim und Erstellung eines Patientenregisters gestartet

Bislang gibt es in Deutschland keine systematischen Programme zur frühzeitigen Identifikation von Personen mit sehr hohem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Die familiäre Hypercholesterinämie (FH) ist mit einem sehr hohen Herz-Kreislauf-Risiko verbunden. Sie ist die häufigste bekannte Ursache vorzeitig auftretender Atherosklerose und führt bereits im jungen Alter zu kardiovaskulären Ereignissen.

Weltweites Konsortium für die Identifizierung genetischer Risikofaktoren für Herzinfarkte geht online

Weltweites Konsortium für die Identifizierung genetischer Risikofaktoren für Herzinfarkte geht online

Genetiker und Epidemiolgen haben sich zu einem globalen Netzwerk zusammengeschlossen, um ihre Daten gemeinsam auszutauschen und auszuwerten.

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