Wissenschaftliche Beiträge zum Thema Lipide​

Bei Patienten mit einer bestehenden atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankung (ASCVD) sind steigende Lipoprotein(a)-Werte [Lp(a)] mit einem kontinuierlich wachsenden Risiko für erneute kardiovaskuläre Ereignisse verbunden.
Auf dem Jahreskongress der European Atherosclerosis Society (EAS) wurde eine neue, richtungsweisende Konsensuserklärung vorgestellt. Sie beschreibt erstmals ein dreistufiges System zur ganzheitlichen Behandlung systemischer Stoffwechselstörungen und deren Folgeerkrankungen.
Eine personalisierte, frühzeitige und intensive lipidsenkende Therapie nach einem akuten Herzinfarkt kann das Erreichen der Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin-(LDL-C-) Zielwerte deutlich verbessern – und gleichzeitig das Risiko für weitere schwerwiegende Herz-Kreislauf-Ereignisse senken.
Muvalaplin ist ein neuer oraler Ansatz zur Senkung von Lipoprotein(a) (Lp(a)). Resultate der Phase-2-Studie KRAKEN wurden aktuell im JAMA publiziert und zeigen, dass Muvalaplin sicher und effektiv erhöhte Werte von Lp(a) senkt.
Am 28. August hat das Bundeskabinett den Entwurf zum „Gesundes-Herz-Gesetz“ (GHG) verabschiedet, sodass es nun in den Bundestag eingebracht werden kann. Das GHG soll die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessern und die Prävention stärken.
Statinintoleranz betrifft eine beträchtliche Anzahl Patienten und ist mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden. Patientenmerkmale, Risikofaktoren und Lebensqualität im Zusammenhang mit Statinintoleranz sind weitgehend unbekannt. Das Statin-Intoleranz-Register (SIR) untersucht daher die gesundheitsbezogene Lebensqualität (QOL) bei Patienten, die Statine nicht vertragen.
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